Das ist mehr als bemerkenswert, wer das Buch von Franz Kotteder "Der große Ausverkauf" gelesen hat, wird nicht umhin können, die Parallelität in dem Schlußfolgerungen von Kotteder und Thilo Bode zu bewundern. Sicherlich liegt dies daran, daß beide Autoren gezwungenermaßen auf die gleichen Dokumente angewiesen waren, da Veröffentlichungen zu den Geheimverhandlungen recht selten sind. So stützen sich wirtschaftlichen Einschätzungen denn auch auf Studien, die zumeinst von regierungsamtlichen Stellen in Auftrag gegeben wurden und eigentlich TTIP rechtfertigen sollten. Welch ein Desaster, keine dieser Studien kommt zu dem Schluß, daß TTIP, CETA und TISA den Menschen etwas bringen würde, so wird von politischer Seite "gelogen und betrogen", um diese ausschließlich für die Konzerne gemachten Handelsverträge zu rechtfertigen.
Auch gebietet es die Logik, meinen die beiden Autoren, daß es weder um den Abbau von Zöllen, noch die Normierung irgendwelcher Blinker oder ähnliches gehen kann, solche Dinge wurden schon immer öffentlich verhandelt, damit man sich auch ordentlich feiern lassen konnte.Nein, wird von beiden bemerkt, bei dem, was da verhandelt wird, geht es um Standards unseres Zusammenlebens, der Arbeits- und Verbraucherrechts. Die Eingriffe sollen so weit gehen, daß eine politische Einflußnahme ausgeschlossen werden muß, daher sollen die demokratischen Rechte und vor allen Dingen die juristischen Möglichkeiten völlig ausgehebelt werden.
Natürlich gibt es bei den Autoren Unterschiede in der Gewichtung, stellt Kotteder eher gesellschaftliche Probleme in den Mittelpunkt und geht etwas weiter auf die schon bestehenden Handelsverträge ein, sind es Bode berufsbedingt die Verbraucherrechte und der Mittelstand, die ihm am Herzen liegen. Egal welches Thema jedoch angesprochen wird, eines ist klar TTIP wird sehr viele Bereiche betreffen und verändern und bestimmt nicht zum Besseren.
Das Buch "TTIP - Die Freihandelslüge" ist in der "Deutschen Verlagsanstalt" ("DVA") 2015 erschienen. Mehr Verlagsinformationen.
ISBN: 978-3-421-04679-6
Das gedruckte Buch ist bei Amazon oder Lesen.de zu erhalten.
Das vorliegende Exemplar ist ein eBook (da es von "Amazon" nur im "Kindle"-Format und zudem nicht als Rezensionsexemplar zu haben ist, kann es hierfür natürlich auch keine Einkaufsempfehlung geben).
Zu erhalten bei eBook.de.
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Dienstag, 9. Juni 2015
Thilo Bode: Die Freihandelslüge
Samstag, 25. April 2015
Franz Kotteder: Der große Ausverkauf
Die Idee ist einfach: Der Staat, das Handeln im sozialen Miteinander, muß sich den "Märkten" unterordnen. Die Politik muß eine Politik der Wirtschaft sein. Denn, nur so könnten "Wachstum und Arbeitsplätze" entstehen. Sehr detailiert unterlegt Kotteder diesen "Traum", der Wirtschaftsverbände und multinationalen Konzerne, mit Fakten und ausgiebigen Recherchen.
Die Mandra "Wachstum und Arbeitsplätze", stellt der Autor fest, sollen der Primat des Handelns sein (Volker Pispers nennt den "Kapitalismus" den neuen Glauben, der nicht hinterfragt werden dürfe), dabei gehe es letztendlich nur darum, die Gewinne zu steigern. Der Autor kommt zum Schluß, das hierfür die gewählten Institutionen nicht in der Lage seien. "Die" Wirtschaft müsse das Heft des Handelns selbst zu fassen bekommen. Und sie tut, was die neoliberale Doktrin hierfür vorsieht, sie diktiert Verträge. Knebelverträge. Freihandelsabkommen.
Es ginge nicht um die Farbe von Blinkern, Chlorhühnchen oder den Abbau von Zöllen, wie uns weis gemacht werden solle, die Abkommen von CETA, TISA bis TTIP (u. v. a.) sind viel weitgehender. Sie zwingen den Gemeinwesen das Handeln der Marktführer auf. Es soll eine Weltgerichtbarkeit, außerhalb jeglicher Kontrolle, geschaffen werden. Sie soll die Gewinne der Konzerne garantieren und die demokratischen Institutionen gefügig machen. Sehr begreiflich macht Kotteder dies an vielen Beispielen fest, die es bereits gibt; etwa das Nordamerikanische Freihandelsabkommen .
Warum, fragt der Autor, diese Geheimhaltung? Ginge es nur um Blinker und Hähnchen, bestünde kein Grund hierfür. Nein, ist festzustellen, dieses Abkommen der größten Wirtschaftsräume der Welt, soll die Blaupause für alle weiteren Abkommen liefern, die in Vorbereitung sind, besonders für Asien. Es soll die Macht und den weltweiten Einfluß der Wirtschaftsgiganten zementieren.
Führt man sich die Konsequenzen in alle Bereiche des Lebens vor Augen, entsteht ein sehr düsteres Bild der "Diktatur der Märkte". Nach dem Buch von Franz Kotteder, soll keiner sagen, er habe von nichts gewußt!
Das Buch ist im "Ludwig Verlag", München, 2015 erschienen. Mehr Verlagsinformationen hier.
ISBN: 978-3-453-28064-9
Das gedruckte Buch ist bei Amazon oder Lesen.de zu erhalten.
Das vorliegende Exemplar ist ein eBook (da es von "Amazon" nur im "Kindle"-Format und zudem nicht als Rezensionsexemplar zu haben ist, kann es hierfür natürlich auch keine Einkaufsempfehlung geben).
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Donnerstag, 23. April 2015
News: Aus den Verlagen
Random House (Ludwig)
Franz Kotteder
„Freier Handel klingt gut, aber in Wahrheit geht es darum, wer künftig das Heft des Handels in der Hand hat. Wohin also mit dem Freihandelsabkommen? Am besten in den Papierkorb und dann neu verhandeln nach den Grundregeln von Transparenz und Gemeinnutz.“ Franz Kotteder in seinem neuen Buch „Der große Ausverkauf“
Die jüngsten Demonstrationen haben gezeigt, dass das Ringen um das Freihandelsabkommen TTIP die Menschen wie kaum ein anderes wirtschaftspolitisches Thema beschäftigt: Sie fürchten die Aufweichung von Verbraucherschutz und sozialen Mindeststandards, Umweltschutz und Datenschutz und fühlen sich im Dunklen gelassen, darüber, wer hinter verschlossenen Türen was verhandelt.
Franz Kotteder, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, schildert anschaulich in seinem Buch Der große Ausverkauf. Wie die Ideologie des freien Handels unsere Demokratie gefährdet. Das TTIP Komplott, dass viele Befürchtungen angebracht sind und alles auf dem Prüfstand steht, wenn große Unternehmen sich dadurch in ihren Möglichkeiten eingeschränkt fühlen. Er zeigt, dass TTIP ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur unumschränkten Herrschaft der Konzerne ist und welche Ziele und Methoden die globale Wirtschaftselite und ihre Marionetten in Verbänden und Politik mit dem Freihandelsabkommen verfolgen.
Wer sind die Akteure im Spiel der Interessen? Wie üben Lobbyisten in Europas Entscheidungsgremien Einfluss aus? Warum ist TTIP nur ein Meilenstein in einem neoliberalen Schreckensbild? Franz Kotteder zeigt, dass die wahren Entscheidungen nicht durch die Bürger, sondern im Geheimen nach Gutsherrenart getroffen werden, wie den Bürgern die Herrschaft der Konzerne verkauft wird und was wirklich hinter den Versprechungen der Freihandelsabkommen steckt. Er erklärt das Kernproblem des Investorenschutzes und das Interesse der internationale Finanz – und Bankenwirtschaft, veranschaulicht anhand verschiedenster Beispiele wie Verbraucherschutz, Agrarindustrie und Fracking, Arbeitnehmerrechte und Datenschutz, was sich durch das Freihandelsabkommen ändern könnte und welche Motive dahinter stehen.
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Susan Elizabeth Phillips: Cottage gesucht, Held gefunden
Peregrine Island vor der Küste von Maine. Hier soll der Nachlass ihrer Mutter versteckt sein. Annies Plan: ihr Erbe suchen, möglichst wenig auffallen und möglichst schnell wieder abreisen. Vor allem will sie unbedingt ein Aufeinandertreffen mit Theo Harp vermeiden. Er war ihre große Liebe. Doch jetzt ist er der Mann, den sie am meisten fürchtet. Und natürlich ist Theo der Erste, dem sie in die Arme läuft...
Matthes & Seitz Berlin
Robert Macfarlane
Seit Jahren sammelt Robert Macfarlane ungewöhnliche Bezeichnungen für Landschaften und Naturphänomene. Seine Texte stemmen sich gegen eine Welt, in der Blackberry für ein Smartphone und nicht mehr für die Brombeere steht. Auf seinen Reisen durch die Wildnis und die Sprachen Großbritanniens entdeckt der 1976 geborene englische Autor Wunderworte, die die Poesie der Landschaften einfangen.J.A. Baker
In der Reihe »Naturkunden« erscheinen halbjährlich derart unmögliche Bücher. Sie erkunden verschwindende Landschaften und mit ihnen jene Worte, in denen Wildheit, Zauber, Gepräge der Natur mitklingen.
Robert Macfarlanes »Karte der Wildnis« lenkt den Blick auf die Wildnis vor der eigenen Haustür und macht sie dort wieder sichtbar, wo sie dem Auge entglitten ist. Ähnlich verfährt J.A. Baker, wie Macfarlane einer der bedeutenden Autoren des sogenannten nature writing, in seinem Tagebuch »Der Wanderfalke«. Mit seinen Beobachtungen der letzten Wanderfalken Südenglands preist er in eindrucksvoller Prosa die unerschöpfliche Vitalität der Natur.
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Random House (Goldmann)
Samuel Bjørk
Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: „Ich reise allein.“ Kommissar Holger Munch beschließt, sich der Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger zu versichern, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde – und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Opfer bleiben wird ...
„Engelskalt“ heißt das Thriller-Debüt von dem norwegischen Autor Samuel Bjørk. Ein packender Thriller, der schon vor Erscheinen international für Aufsehen gesorgt hat.
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